Elder Scrolls Online Cover Art

Die erste Online Erweiterung, zum bekannten Single Player Spiel, The Elder Scrolls, ist mittlerweile seit über 3 Monaten auf dem Markt. Der erste Ansturm ist also vorbei und schon jetzt gibt es vermehrt Meldungen über fallende Abonnements.

So fehlt es zum Beispiel im PVE Bereich stark an Content. Zwar hat Zenimax, mit Kargstein, schon die erste Erweiterung geliefert, allerdings war diese, für die meisten Spieler, nach ungefähr einem Wochenende schon gegessen. Durch das dürftige Loot System, bleibt der Wiederspielwert verschiedener Gruppen Instanzen leider aus und Boss Mechaniken sind sehr leicht zu verstehen oder oft erst gar nicht vorhanden. Dasselbe gilt für die vor kurzem geöffneten 12-Spieler Trials, welche nicht, wie im klassischen MMO Stil, über einen Cooldown verfügen, sondern ohne Hindernisse in kürzester abgegrast werden können.

Im PvP Bereich des Spieles beschwert man sich lautstark über ein fehlendes Klassen-Balancing, worauf Zenimax mit einer harten Nerf-Politik antwortet. Anstatt Klassen auf ein gleichmäßig, hohes Level zu bringen, wird hier also mehr auf gravierende Verschlechterungen, der gerade im Fokus der Community stehenden Klasse gesetzt.

Zum bedauern aller PC Spieler ist Elder Scrolls Online knallhart auf Konsole getrimmt. So hat man für seinen Helden, eher MMO untypisch, gerade einmal 5 Fähigkeiten und eine Ultimative Fähigkeit zur verfügung. Zenimax sagt, das man sich für jede Begegnung, halt genau überlegen soll, womit man in den Kampf zieht. Gut Gebrüllt, in Wahrheit allerdings, geht es darum das, dass Spiel perfekt für Konsolen Controller ausgelegt sein soll.

Nach wie vor, müssen EU Spieler auf den Nord Amerikanischen Servern spielen. Deutsche Spieler, berichten von hoher Latenz mit bis zu 200ms und häufigen Disconnects, was bei ein MMO, welches mit 12.99€ Abo-Gebühr pro Monat zuschlägt, eigentlich kein Thema sein sollte. Der zum Start von Elder Scrolls Online versprochene, Echte EU Server, steht immer noch aus. Zenimax möchte zwar noch einen eigenen Mega Server für den EU Raum bereit stellen, allerdings steht dafür immer noch kein Termin fest.

Ein anderes Thema, welches Zenimax anscheinend nur sehr schwer in den Griff bekommt, ist die Nutzung verschiedener Cheat Programme. So begegnet man auf seinen Reisen durch Tamriel oft ganzen Zügen von Bots, die automatisch auf alles einprügeln was sich, Ihnen in den Weg stellt um so illegal möglichst schnell an Gold zu kommen. Auch wenn es in ESO noch nicht wirklich viel zu kaufen gibt, ist der Goldkauf, wie in fast jeden anderem MMO auch hier ein echtes problem.

Wer sich die Main Story von The Elder Scrolls Online genauer anschaut, merkt das die Entwickler von Zenimax Online Studios wirklich ein Händchen dafür haben ein gutes Single Player Spiel zu bieten. Allerdings geht es hier nicht um einen weiteren Offline Titel, sondern um ein MMO und da muss sehr viel nachgebessert werden, um eine große Community lange zu halten. Ob Zenimax das wirklich gelingt oder ESO schon bald unter den Free-to-Play Titeln zu finden ist, bleibt abzuwarten.