Seit einigen Jahren bietet die Spiele Plattform Steam den Entwicklern die Möglichkeit Ihre Spiele bereits in der Entwicklungsphase für einen günstigeren Preis an die breite Masse zu verteilen.

Dass dieses Feature für die Käufer mehr Fluch als Segen ist zeigt sich in letzter Zeit immer öfter. Da wäre zum Beispiel das hoch angepriesene Survival Game DayZ – Der Release geht zurück auf Dezember 2013. Gut zwei Jahre später, ist immer noch nicht wirklich viel passiert und eine fertige Version scheint in weiter Ferne zu liegen.

Den Vogel abgeschossen hat jetzt allerdings das Open World Survival Game Nether. Bereits seit Monaten häufen sich Meldungen, dass der Entwickler Phosphor Games nicht weiter an seinem Spiel arbeitet. Inzwischen hat sich diese Vermutung bestätigt. Kurzer Hand wurden ohne Vorwarnung fast alle Spiel-Server abgeschaltet und nach neuesten Berichten ist auch der Login Server nur bedingt erreichbar.

Das große Problem dabei ist, dass Nether weiterhin im Steam Shop, wenn auch zu einem günstigen Preis, verkauft wird. Auf Reddit und im Steam Forum gibt es immer mehr Berichte von Käufern die sofort beim ersten Start nicht über das Login hinaus kommen. Versucht man jetzt zwei Stunden lang doch irgendwie in das Spiel zu gelangen, ist auch gleich das Steam Rückgaberecht hinfällig und man darf sich von seinem Geld verabschieden, bleibt dafür aber auf einer Datei Leiche sitzen.

Bewusst Tote Spiele zu verkaufen grenzt schon an Betrug. Leider hat Valve mit seiner Spiele Plattform Steam nach wie vor viel zu viele Freiheiten mit seiner Spielerschaft umzuspringen wie auch immer es Ihnen gefällt. Wie lange das tote Spiel noch im Store verweilt ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wird es aber noch einige Zeit dauern bis Valve reagiert.

Alles was Spieler machen können ist, beim nächsten tollen Early Access Titel lieber 3 Mal hinschauen und erst dann auf kaufen klicken!